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Belichtung


Sie ist neben einem guten Objektiv das A & O, die Belichtung und meistens ist sie auch der Knackpunkt oder das große Schreckgespenst, an sich der unerfahrene Einsteiger nur ungerne heran traut. Als wir noch mit Filmen arbeiteten und erst auf die Entwicklung warten musste, war das auch schon sehr ärgerlich, als man erst dann bemerkte, dass man falsch lag. Doch wir arbeiten jetzt digital und ein entscheidener Vorteil dieser Technik ist, der sofortige Zugang zum Bild. Man kann sofort überprüfen, ob man es richtig gemacht hat oder nicht. Jedoch sollte man ein paar Grundkenntnisse haben.

Die Belichtung ist das richtige Zusammenspiel von zwei Vaktoren:
  • die Blende
  • die Verschlußzeit
Und diesem Prinzip unterliegt jedes optische Aufnahmegerät. Egal ob digital oder analog. Egal ob Film- oder Videokamera - immer wird mit einer Blende und einem Verschluß gearbeitet !

Der Verschluß

Es gibt generell zwei Arten von Verschlüssen:
  • Zentralverschluß
  • Schlitzverschluß
Den Zentralverschluß findet man in Sucher-, Kompakt und professionellen Kameras. Den Schlitzverschluß in Spiegelreflexkameras und in einigen Messsucherkameras. Natürlich gibt von diesen beiden Grundtypen noch allerhand Abwandlungen und Abarten, aber das soll hier nicht das Thema sein. Der Verschluß hat folgende Aufgabe. er schützt das lichtempfindliche Medium (Film oder Bildsensor) vor einer unkontrollierten Belichtung. Also dient der Verschluß auch dazu das Medium kontrolliert dem Licht auszusetzen. Er muss also eine gewisse Zeit geöffnet sein und da gibt es in der Tat eine feste Verschlußzeitenreihe:

1, 1/2, 1/4, 1/8, 1/15, 1/30, 1/60, 1/125, 1/250, 1/500, 1/1000 Sekunde

Seit Ende der achziger Jahre ist diese Reihe noch weiter ausgebaut worden. Das soll heißen,dass durch moderne Verschusssysteme auch Zwischenzeiten möglich sind. Doch wann nimmt man welche Zeit ? Nun da gibt es ein paar Faust-Formeln. In der Regel sollte man, wenn man frei Hand fotografiert, und das ist die Regel, mindestens 1/60 Sekunde nicht unterschreiten, denn dann besteht Verwacklungsgefahr. Bewegt sich das Motiv, dann sollte es schon eine 1/125 Sekunde sein (z.B. bei Portaits). Je schneller sich das Motiv bewegt, desto schneller oder besser gesagt kürzer, muss die Verschlußzeit werden. Auch bestimmt das Objektiv die Verschlußzeit. Denn je länger die Brennweite wird, desto kleiner der Blickwinkel (oder Bildausschnitt). Auch hier besteht eine Verwacklungsgefahr. Also so merke man sich folgenden Satz:

Brennweite = Verschlusszeit !


Soll heißen, wenn Sie mit einem F=300mm Objektiv arbeiten, sollte die Verschlußzeit mindestens bei einer 1/250 Sekunde liegen, plus der Bewegung des Motives.

Die Blende

Also wissen wir jetzt mit welchen Verschlusszeit man wann arbeiten kann. Jedoch kann man die leider nicht immer beliebig einsetzen, denn es fehlt noch ein wichtiges Element. Die Blende. Im Grunde läuft  jeder Mensch sein ganzes Leben im Normalfalle gleich mit  zwei "Blenden" herum, nur hat das Kind hier einen anderen Namen. Pupille. Wenn es sehr hell ist, dann schließt sich die Pupille im Auge und wenn es dunkel ist, dann öffnet sich die Blende. Auch hier gibt es eine feste Blendenreihe:

1,0, 1,4, 2,0, 2,8, 4,0, 5,6, 8,0, 11,0, 16,0, 22,0, 32,0


Wir haben sehr kleine Zahlenwerte (1,0) und große Zahlenwerte (32,0), was einem dazu neigen läßt die Behauptung aufzustellen, dass 1,0 eine kleine und 32,0 eine große Blende ist. FALSCH ! Es ist genau anders herum ! Es handelt sich bei diesen Blendenwerten um das Verhältnis zwischen der Brennweite und dem lichten Durchmesser. Man kann auch sagen dem Durchmesser der eingestellten Blende.
Ein Beispiel:
Brennweite = 50mm ; Durchmesser der eingestellten Blende = 25mm
50mm : 25mm = 2,0
Brennweite = 100mm : Durchmesser der eingestellten Blende = 25mm
100mm : 25mm = 4,0

Es geht natürlich auch anders herum:
50mm : f2,0 = 25mm
100mm : f4,0 = 25mm

Jetzt ist auch verständlicher geworden, warum man bei Blende f2,8 von einer großen Blende und bei f11,0 von einer kleinen Blende spricht.

Bezeichnen wir, der Einfachheit halber. die Blende als Lichtregulator, dann sagen wir mal ganz einfach, dass wenn sich die Blende öffnet viel Licht durch das Objektiv kommt und wenn wir sie schließen, dann kommt wenig Licht durch das Objektiv. So passiert mit dem Verschluss im Gegenzug folgendes.

viel Licht (große Blende) = kurze Verschlußzeit

wenig Licht (kleine Blende) = lange Verschlußzeit
 
Was wieviel und wann warum - dass können Sie nicht wissen. Es gibt ganz erfahrene Fotografen, die wirklich in der Lage sind, die richtige Blenden/Zeiten-Kombination frei Hand zu einstellen ! Aber das verlangt niemand von Ihnen und so gibt es ein Gerät, dass zum Fotografieren so fest gehört, wie der Pinsel zum Maler, ist der Belichtungsmesser.

Früher gab es Zeiten, da hatte der Fotograf in der einen Hand seine Kamera und in der anderes den Belichtungsmesser. Schon früh wurde der Belichtungsmesser in die Kamera integriert. Seit ungefähr Anfang der sechziger Jahre haben wir eine sogenannt TTL-Messung. Das TTL steht für Through the Lens, das übersetz, durch die Linse heißt. Also müsste es in Deutschland DDL-Messung heißen.
So kann man sagen, dass heute wirklich jede Kamera auch einen Belichtungsmesser hat. Nicht zuletzt resultiert dies aus der Tatsache, dass alle Kameras auch Belichtungsautomatiken haben.

So haben die Spiegelreflexkameras auch detailieret Anzeigen über den Status der Belichtung. Rechts sehen Sie eine Anzeige, wie in vielen Suchern zu finden ist. Es wir angzeigt: die Verschlusszeit und die Blende.


Messen tut die Kamera mit mehren Messfeldern,
die man auch entsprechend einstellen kann. Alle modernen Kameras arbeiten heute mit der Matrix- oder Mehrfeldmessung. Dies Messfelder verteilen sich ähnlich der schematischen Abbildung rechts. Dabei gibt es eine Gewichtung von (meißt) 40/60. Das soll heißen, das die obere Bildpartie mit 40% in die Rechnung einbezogen wird und der mittlere und untere Teil mit 60%. Das liegt daran, das sehr oft bei Landschaftsaufnahmen der hellere Himmel oben ist und es dadurch bei den "alten" Messmethoden zu Fehlern gekommen ist.





Die Belichtungsautomatiken sind so geeicht, dass sie stets die richtige Kombination von Zeit und Blende heraus finden und dann auch einstellen. Die wären das mittlere Bild mit der Null darunter. Hier sind keine Korrekturen gemacht worden. Nehmen wir einmal an das die "richtige" Kombination Blende 8,0 und Verschlußzeit 1/125 Sekunde betrug. Schalten wir jetzt einmal die Automatik ab und stellen diese Werte manuell ein. Bei der zweiten Aufnahme lassen wir die Zeit stehe und öffnen die Blende um eine Stufe - also 5,6. Nun stimmt das Verhältins nicht mehr und durch die vergrößerte Blende kommt "mehr" Licht durch die Optik. Für diese "Menge" ist die Verschlusszeit nun zu lang. Es kommt zu einer Überbelichtung (+). Drehen wir den Spieß um und lassen die Blende 8 stehen und verlängern die Zeit auf 1/60. Das Ergebnis wäre genau das Gleiche. Demzufolge kommt es zu einer Unterbelichtung wenn nur einen Wert verkleinert (Blende) oder den Anderen Verkürzt (Zeit).

Das war duch garnicht so schwer - oder ?

 
   
 
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