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Nachtaufnahmen




Aufnahmen in der Nacht, oder am Abend haben immer einen besonderen Reiz. Schöne Ansichten einer Stadt mit beleuchteten Fasaden haben auch stets eine gewisse romatische Note. Sehr oft werde ich von meinen Kunden gefragt, wie man solche Aufnahmen herstellt.

Die nötige Ausrüstung sieht so aus:
  • Kamera, die manuell bedienbar ist !
  • Stativ
  • Fernauslöser

Die Kamera

Eine Spiegelreflexkamera ist natürlich erste Wahl, aber sie muss es nicht umbedingt sein. Es ist auch möglcih mit einer Kompaktkamera schöne Nachtaufnahmen zu machen. Jedoch sollte sie einige Anforderungen erfüllen. Sie sollte eine manuelle Belichtungseinstellung haben. Das heißt man sollte Verschlußzeit und Blende unabhängig von einander einstellen können. Natürlich kann man es auch mit einer Zeitautomatik versuchen. Hier stellt man die Blende vor und die Kamera wählt die Verschlußzeit automatisch. Aber Auchtung: Die nächste Anforderung an die Kamera ist, dass sie Verschlußzeiten von über einer Sekunde hat. Hier scheiden leider schon viel Kompaktkameras aus. Also schauen Sie in den Technischen Daten Ihrer Kamera nach. Die dritte Anforderung ist ein Fernauslöseranschluß. Der Fernauslöser hilft uns dabei, die Kamera nicht mehr zu berühren, denn jede kleine Erschütterung führt auch zu einer Verwackelung und das macht unscharfe Aufnahmen. Fassen wir also noch einmal zusammen:
  • die Kamera sollte möglichst manuell bedienbar sein.
  • mindestens über eine Zeitautomatik verfügen.
  • Verschlußzeiten sollten über 1 Sekunde gehen.
  • Fernauslöseranschluß
Wenn man alles zusammen zählt kommt ma unweigerlich auf eine Spiegelreflexkamera, denn wirklich jede Reflex verfügt über eine solche Ausstattung.

Das Stativ

Hier treffen stets zwei Welten aufeinander, denn es sollte schon ein wirklich stabiles Stativ sein und die sind sehr oft auch recht schwer. So möchte keiner gerne mit noch mehr Gewicht herum laufen. Aber wie heißt es so schön in Hamburg: WATT MUT - DAT MUT (Was muss, das muss). Das Stativ sollte natürlich in Relation zur Kamera stehen. Es gibt durch aus kleine und handliche Sative, die aber eben auch nur für kleine Kameras gadacht sind. Arbeiten wir mit einer Spiegelreflexkamera, muss, und nicht sollte, mehr Gewicht uner ihr stehen. Hier schlägt die Physik nun einmal gnadenlos zu.
Es ist immer schwer Produkte zu empfehlen, aber in Punkto Stativ ist sind die ersten Adressen:
  • Manfrotto
  • Cullmann
  • Linhoff
  • Gizo
  • Velbon
Hier bekommt man hervoragende Qualität und auch sehr gutes Zubehör, denn eine Sativ braucht man ja nicht nur für Nachtaufnahmen. So ein Stativ begleitet einem das "ganze Fotoleben" und sollte mulitfunktionell sein. Vorsicht vor sehr preiswerten Stativen, denn sie sehr oft sehr einfach verarbeitet. Besonders wenn wichtige Bauteile, wie Klemmen und Schrauben aus Kunststoff sind oder sagen wir es klar heraus - aus PLASTIK ! Auch das meist benutzte Argument :" Ach ich nutze es ja nicht so oft", kann man nicht gelten lassen, denn wenn Sie wirklich schöne und verwackelungsfreie Aufnahmen machen möchten, werden sie spätestens jetzt merken, dass Sie falsch in Ihre Ausrüstung investiert haben. 
Das wichtigste Zubehör zu einem Stativ ist der Kopf. Hier gibt es eine Fülle von Möglichkeiten, aber auch hier gibt Ihnen Ihre Kamera einige Vorgaben. Da geht es natürlich wieder einmal um die Stabilität.
Ob Sie mit einem Kugelkopf oder einem Drei-Wege-Neiger besser zurecht kommen, das ist wirklich Ansichtssache - klingt komisch - ist aber so !

Ich habe schon mit beiden Möglichkeiten gearbeitet und muss sagen, dass im Bereich der Nachtaufnahme, es wirklich egal ist für welche Art des Kopfes Sie sich entscheiden. Allerdings hat der Kugelkopf (Abb. links) bei der Makrofotografie, bei Still-Live oder Tabletop seine Vorteile. Arbeiten Sie jedoch gerne mit langen Brennweiten, so ist der Drei-Wege-Neiger  (Abb. rechts) auf Grund seiner größeren Auflagefläche besser geeignet



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Tja und fehlt nur noch der Fernauslöser. Hier hat uns die Industrie so ein bisschen an Schlafitchen. Es gibt natürlich zu jeder Kamera im Zubehörprogramm den passenden Auslöser zu Ihrer Kamera. Doch erschrecken Sie nicht, denn die alle samt recht teuer und wenn man zu einem Fremdanbieter wechslen möchte, dann sind sie Sie auch nicht viel billiger.
Aber es wirklich wichtig, mit einem Fernauslöser zuarbeiten. Wenn Sie jedoch nicht darin investieren möchten, gibt es einen Trick. Arbeiten Sie einfach mit dem Selbstauslöser. Der ist wie eine Hupe beim Auto, wirklich in jeder Kamera eigebaut. Sehr oft gibt es ihn auch in zwei Stufen. Das heißt sie können wählen zwischen einer Vorlaufzeit von 10 Sekunden oder zwei Sekunden. Das Symbol für den Selbstauslöser ist (zum Glück) immer gleich (Abb. links).

Nun heißt es - rann an den Speck !

Ein großes Problem was sich dem Einsteiger stellt, ist die richtige Belichtung zu finden. Denn auf den Belichtungsmesser kann man sich nur bedingt verlassen und spätestens jetzt geht jedem ein Licht auf, warum die Kamera eine manuelle Belichtungseinstellung haben sollte ! Aber zunächst das Wichtigste. Bei Nachtaufnahmen handelt es sich oft oder meistens auch um Landschafts- oder Architekturfotografie. Hier möchte man eine große Schärfentiefe erlangen und diese erhalten wir durch Weitwinkelobjektive und kleine Blenden. So halten wir erst einmal fest, dass wir mindestens mit der Blende f=8,0 arbeiten wollen. Da wir ja im digitalen Zeitalter sind, könen wir a.) so viele Versuche starten wie wir wollen und b.) das Ergebnis gleich vor Ort begutachten. Das ist der riesige Vorteil der digitalen Fotografie ! Schalten Sie jegliche Automatik ab ! Auch den Autofokus, denn er kann uns jetzt mehr Nerven kosten, als er uns unter Umständen nützt. Konzentrieren wir uns jetzt aber jetzt auf die Anzeigen im Sucherfenster. Die sehen alle sehr ähnlich aus und zwar so wie wir es hier auf der Abbildung unten sehen können. Wichitg ist die Lichtwaage. Wie man erkennen kann gibt sie zwei Richtungen an. Nach links mit einem Minuszeichen und nach rechts mit einem Pluszeichen. In der Mitte befindet sich eine Pfeil und ein Rechteck. Die Blende ist mit f=8,0 schon vorgegeben. Drehen Sie an Ihrem Einstellrad, bis die Lichtwaage so aussieht wie auf der Abbildung nebenan. Jedoch wird die Verschlußzeit sehr viel länger sein als hier angegeben. Jetzt haben Sie die Belichtung genau so eingestellt wie es die Kamera für richtig hält. Machen Sie eine Aufnahme und schauen Sie sie sich an. Nun  verlängern Sie die Verschlußzeit. Sie werden sehen, dass plötzlich auf der rechten Seite neben dem Rechteck etwas kleiner Punkte auftauchen. Jeder kleine Strich ist in der Regel 1/3 Blende. Da die Anzeige nach rechts auschlägt, sagt uns das, dass wir jetzt überbelichten. Erreichen die kleinen Punkte die eins, dann belichten Sie genau eine Blende über und wenn Sie sich diese Aufnahme anschauen, dann bemerken Sie, dass sie heller geworden ist. Drehen Sie den Spieß um und bewegen die Lichtwaage zur linken Seite, dann verkürzen Sie die Verschlußzeit und die Aufnahme wird dunkler. Also belichten Sie unter. Wenn Sie jetzt drei Aufnahmen gemacht haben, haben Sie ihre erste Belichtungsreihe mit Erfolg ausgeführt.

Und Sie werden etwas anderes bemerken. Bei Nachtaufnahmen haben wir mit zwei Extremen zu kämpfen. Das sind die hellen und die dunklen Bereiche des Motives. Bei Beleuchtungen bei Dunkleheit, kann es einen schon zur Verzweiflung treiben.

Es gibt eine Technik mit der es sich lohnt vertraut zumachen. Sie nennt sich HDR (High Definition Range). Bei dieser Technik ist es möglich Bilder durch zusammenfügen verschiedener Belichtungsreihen zu erzeugen. Auf der rechten Seite sehen Sie ein solches HDR-Bild, das ich aus drei Bildern erzeugt habe. Eine Über-, eine Unter- und eine "richtige" Belichtung. Mit etwas Nachbearbeitung ist es dann möglich allen Bereichen des Motives gerecht zu werden. Das Ergebnis ist dann eine Nachtaufnahme von noch nie dagewesener Qualität. Ich muss zugeben, dass ich ich auch da noch in den "Kinderschuhen" stecke, aber es mach einen riesigen Spass zu experimentieren. Und dazu kann ich Ihnen nur raten. Oder wie heißt es so schön auf "Neu-Deutsch": Learning by doing !








 
   
 
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