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  Sternhimmel
 
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Orientierung am Sternhimmel


Am Sternenhimmel gibt es eine feste Ordnung. Schon früh faßten die Menschen, der Sternkonstellationen zu Bildern zusammen.
Sie bannten ihre Götter und Mytologie an den gestirnten Himmel. Die Sternbilder waren geboren und das schon vor ca. 4000 v. Chr. . Die Sumerer haben schon ihre Sternbilder gehabt, von denen einige noch heute benutzt werden. Die Namen der Sternbilder sind griechischen und römischen Ursprungs. Die Namen der Sterne stammen zum größten Teil aus Arabien und Persien. Doch lange Zeit lang hatte jeder Kulturkreis seine eigenen Sternbilder, da ja auch verschiedene Kulturen verschiedene Mytologien haben. So wurde im Jahre 1929 sich auf 88 einheitliche Sternbilder geeinigt. Die Sternbilder sind die Grundlage für eine Orientierung am Firmament. Denn alle interessanten Objekte sind in den Sternbildern zufinden und wer gerne M42, den großen Orionnebel beobachten will, der muss ganz einfach wissen wo und wann dieses Sternbild zu finden ist.
Zunächst wird der Sternhimmel geteilt und zwar in Nord- und Südhimmel. dann gibt es da noch einen dritten Teil, den Äquartoriealen Bereich. Sozusagen der Bereich in der Mitte. Da bekanntlich die Erde eine Kugel ist, lassen sich je nach Standpunkt auf der Kugel, gewisse Bereiche überblicken. Also kann man von Hamburg aus einen kleinen Teil des südlichen Sternhimmels beobachten.. Je südlicher man nun geht, desto mehr ist zu sehen und irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem man von nördlichen Himmel nichts mehr sehen kann.
Wenn man seinen Urlaub antritt und von seiner Heimatstadt zu seinem Urlaubsort fährt, so benutzt man heute zwar ein Navigationsgerät, aber dieses Gerät benutzt immer noch einen Landkarte. Und was eine Landkarte auf der Erde ist, das ist ein Sternkarte am Himmel. Zum größten Teil werden die sogenannten drehbaren Sternkarten verwendet. Drehbar deshalb, weil man jede Stunde eines jeden Tages des gesamten Jahres einstellen und ablesen kann. Natürlich hilft auch Kollege Computer, doch wenn man seine ersten Gehversuche machen möchte, solte man auf dieses bewährte Hilfsmittel zurück greifen.

Jedes Sternbild hat zwei Namen. Einmal den Namen in der jeweiligen Landessprache und immer einen lateinischen. Zwölf der 88 Sternbilder wird jedem bestens bekannt sein:

Wassermann Aquarius AQR
Fische Pieces PCS
Widder Aries ARI
Stier Taurus TAU
Zwillinge Gemini GEM
Krebs Cancer CAN
Löwe Leo LEO
Jungfrau Virgo VIR
Waage Libra LIB
Skorpion Scorpius SCO
Schütze Sagittarius SGR
Steinbock Capricornus CAP

Genau, das sind die zwölf Tierkreiszeichen. Diese Sternbilder befinden sich alle samt auf einer gedachten Linie, der Ekliptik. Die Ekliptik ist die an den Himmel projizierte Bahn der Erd um die Sonnen. Von der Erde aus betrachtet, sieht es so aus, las ob die Sonne durch diese zwölf Sternbilder im Laufe eines Jahres wandert und diese Sternbilder befinden sich nun mal zufällig auf dieser Ebene. Da alle Planeten des Sonnensystems auf ungefähr der gleichen Ebene die Sonne umlaufen, wird man die Planeten, einschließlich des Mondes, immer in einem dieser zwölf Sternbilder finden.

Das wohl bekannteste Sternbild überhaupt, ist der "Große Wagen". Und da liegt auch schon der Fehler. Eigentlich gibt es das Sterbild "Großer Wagen" garnicht. Der Große Wagen ist nur ein Teil des Sternbildes "Großer Bär" (= Ursa Major). Aber wollen wir für unsere ersten Schritte ruhig beim Großen Wagen bleiben.


Auf dieser Fotografie ist die bekannte Figur des Großen Wagens gut zu erkennen. Rechts sieht man die vier Kasten-Sterne und oben links sind die drei Deichsel-Sterne gut zu erkennen. Man kann dieses Sternbild später sehr gut zur Orientierung und zum Auffinden anderer Sternbilder benutzen.

Wie oben erwähnt haben wir hier vier Sterne, die den Wagenkasten bilden nd drei Sterne für die Deichsel. Das macht zusammen sieben Sterne, die man ohne Probleme mit dem bloßen Augen erkennen kann. Das Sternbild besteht noch vielen anderen Sternen mehr, aber diese sieben sind die "hellsten". So nennt man die "hellsten" Sterne eines Sternbildes Haupsterne. Von diesen Hauptsternen gibt es immer einen, der am "hellsten" ist und einer der am zweit "hellsten" ist und so weiter. Schon früh haben die Astronomen einen "Helligkeitsabstufung" erdacht. Dies wird unter den Astronomen Größenklassenskala genannt. Es handel sich hier bei nicht um die tatsächliche Größe des Sternes, sondern um die Scheinbare am irdischen Himmel. Diese Skala ist aufgebaut wie ein Thermometer. Es gibt einen negativen und einen positiven Bereich, also -  und + . Minus bedeutet größer und heller und plus entsprechend das Gegenteil. Nach der Größenangabe folgt immer ein m , was für Magnitudo (= Größe) steht. So hat der hellste Fixstern am irdischen Himmel Sirius -1,5 und die die allgemeine Grenzgröße für das unbewaffnete Auge ist +6m .
Kommen wir zurück zu Großen Wagen. Die Astronomen sortieren die Sterne nach der Größenklasse. Der größte Stern bekommt als Bezeichnung den griechischen Buchstaben alpha, die Nummer zwei beta und gamma der drittgrößte. Danach folgt immer das Genitiv des lateinischen Namen oder einfach die allgemein gültige Abkürzung. Im Fall von dem Großen Wagen, der ja der Große Bär ist lautet die Abkürzung UMa.


Große Sterne haben auch noch ihre Eigennamen. Genau diese Bezeichnungen findet man auch auf jeder Sternkarte und jeden Sternatlas. Während man auf einer Sternkarte die Objekte findet, die mit dem bloßem Auge zusehen sind, beinhaltet ein Sternatlas alle Objekte.















So sieht es dann aus, in einem Sternatlas. Hier findet man Sternhaufen, Nebel, Galaxien und Doppelsterne







Bleiben wir doch noch ein bisschen bei dem Großen Wagen. Hier gibt es einen Doppelstern, den man sogar schon mit dem bloßem Auge erkennen kann. Betrachten wir den mittleren Deichselstern "Mizar". Schräge nach links, etwa auch der 11 Uhr Position, findet man einen kleinen Stern, der relativ dich bei Mizar steht. Dieser Stern heißt Alcor und wird im Volksmund auch das Reiterlein oder Augenprüfer genannt. Richtet man ein Fernglas auf dieses Paar, so trennen sie sich noch deutlicher.

Aber wenn ein Teleskop auf diese Sterne gerichtet wird, so erkennt amn tatsächlich zwischen den Beiden noch einen dritten Stern, denn dies ist ein sogenanntes Mehrfachsystem. Diese sind am Himmel keine Seltenheit.

Der Große Wagen eignet sich für die ersten Exkursionen am Sternhimmel besonders gut, da er in den nördlichen Breiten zirkumpolar ist. Das heißt er befindet sich schon so nahe am nördlichen Himmelspol, dass er nicht mehr den Horizont unterschreiten. Verlängert man den Abstand von Dubhe und Merak fünfmal über Duhbe hinaus, stößt man auf einen vielleicht nicht so auffälligen Stern, der aber (zur Zeit) eine wichtige Stellung inne hat. Es ist der Polarstern (=Polaris). Ganz am Anfang dieser Seite habe ich eine Aufnahme von Polaris eingefügt. Die Aufnahme ist ca. 20 Minuten belichtet worden. Hier kann man schon deutlich die Erdrotation erkennen. Nur ein Stern vollzieht in dieser Zeit so gut wie keinen Bogen. Das ist Polaris, der nur ein paar Grad vom Himmelnordpol entfernt ist. Man schaut also genau nach Norden, wenn man Polaris gefunden hat. Geht man nun auf dieser Dubhe/Meral-Linie über den Himmelspol hinaus, findet man ein minder auffälliges Sternbild, das wie der Buchstabe W aussieht. Dies ist die Cassipopeia, oder auch oft als Himmels W bezeichnet. Dies sind die wohl bekanntesten und auffälligsten zirkumolaren Sternbilder, die damit das gesamte Jahr beobachtbar sind. Das gilt natürlich nicht für alle Sternbilder.
Im Laufe eines Jahre hat man vier "Sternhimmel": Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Der Winterhimmel hat viele sehr auffällige Sternkonstellationen und er ist auch bei uns im Norden der dunkelste.





















Im Winter dominiert der Himmelsjäger Orion. Dies eist eines der größten und wirklich sehr auffälligen Sternkonstellationen am Himmel. Der Orion alleine ist schon ein Gebiet, das für viele Beobachtungsnächte ausreicht. Auch ist er eine sehr gut Ausgangsposition für Spaziergänge am Himmel. Besonders fallen die drei Gürtelsterne auf. Der mittlere Gürtelstern befindet sich fast genau auf dem Himmelsäquator, der om Ubrigen genau dem irdischen entspricht. Somit gehört der obere Teil des Orion zum nördlichen Himmel und der untere Teil zum südlichen Sternhimmel. Verlängert man den Gürtel in gerader Linie nach "unten", so findet man den hellsten Fixstern (nach der Sonne) am irdischen Himmel. Es ist der Haupster des Sternbildes Großer Hund, Sirius, der im Volksmund auch Hundsstern genannt wird. Die linke Schulter des Orion bildet der Stern Beteigeuze. Er ist ein roter Überiese, in dem unsere Sonnensystem bis einschließlich der Marsbahn gemütlich Platz hätte. Unten rechts makiert der weiß-bläulich Rigel den rechten Fuß des Jägern. Unterhalb des mittleren Gürtelstern, findet man in einer klaren Winternacht,  sieht man drei kleine Sterne funkel. Dies ist das Schwert oder auch der Jakobstab. Der mittlere Stern ist gar kein Stern. Richtet man ein Feldstecher darauf  (ab 10-facher Vergrößerung) sieht man ein winziges nebelartiges Gebilde. Hier ist eines der größten Sternentstehungsgebiete in unserer Galaxis, der große Orionnebel (M 42).


Doch wird man ihn in dieser Pracht durch das Fernglas oder Teleskop nicht sehen können. Denn wir erinnern uns an die Sehtechnik "indirektes Sehen". Nur in wirklich großen Teleskopen und in wirklich klaren Nächten fern ab jeder Stadt, ist es Amateuren schon gelungen, diesen Nebel farbig zu sehen. Aber dies ist die Ausnahme. Dennoch ist es immer wieder ein Erlebnis diesen "Kreissaal" im Universum live zu sehen.
 
   
 
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